Flag de_DE Jahreskonferenz der Mission Opérationnelle Transfrontalière (MOT).

„Die Grenze – eine Ressource für die Bewohner der Grenzräume“
Die Jahreskonferenz der Mission opérationnelle transfrontalière (MOT) lockte vom 24. bis 25. Mai 2016 rund 150 Personen ins Nationalmuseum zur Geschichte der Immigration in Paris. Ein gut gewählter Ort, da das Museum zurzeit eine Ausstellung zur Thematik der Grenzen beherbergt.

Mit über 2 Millionen Grenzgängern in Europa, wovon alleine 400 000 entlang der französischen Grenze zur Arbeit pendeln, ist der freie Verkehr von Waren und Personen – ein Hauptziel der Europäischen Union – in den Grenzgebieten schon lange Alltags-Realität. Die Wiedereinführung von zahlreichen Grenzkontrollen bringt hingegen gerade für jene Regionen Probleme mit sich, in denen die Grenzen jeden Tag erlebt und überquert wird.

In diesem Bewusstsein hat der Vorsitzende der MOT, Michel Delebarre, die Diskussionen denn auch mit folgender Fragestellung eröffnet : Wie lässt sich das Bedürfnis nach einer für die Bewohner von Grenzregionen offenen Grenze mit der Notwendigkeit von verstärkten Kontrollen vereinbaren ?“.

Die erste Diskussionsrunde illustrierte anhand von konkreten Berichten das Erleben der Grenze als „Ressource“ bzw. „Chance“, welche allerdings anfällig ist und leicht „gefährdet“ werden kann. Die zweite Diskussionsrunde widmete sich der Rolle regionaler, nationaler und europäischer Politiken in der grenzüberschreitenden Governance und beim Abbau von Hindernissen bei der Zusammenarbeit – und dies alles im Kontext der aktuellen Entwicklungen rund um die Flüchtlingskrise, terroristischen Anschlägen und der Infragestellung von Schengen.

Bildquelle : MOT

Walter Deffaa, Generaldirektor für Regionalpolitik bei der Europäischem Kommission, bestätigte die hohe Bedeutung, die grenzüberschreitenden Herausforderungen auf europäischer Ebene beigemessen wird, da sie insbesondere die Mobilität der Unions-Bürgerinnen und -Bürger betreffen. Er beendete seinen Redebeitrag mit einem Wunsch : „Ich hoffe, dass diese Regionen zeigen werden, dass weder die Abkapselung noch Abschottung die Zukunft Europas darstellen, sondern dass es in der Tat die verstärkte Zusammenarbeit ist, in der unsere gemeinsame Zukunft liegt.“ Eine große Herausforderung für grenzüberschreitende Räume und ebenfalls eine schöne Motivation für die Arbeit des Eurodistrikts PAMINA !

Quelle : www.eurodistrict-pamina.eu

Information : www.espaces.transfrontaliers.org

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