Flag de_DE Céline, die neue PAMINA Freiwillige.

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Zum ersten Mal beschäftigt der Eurodistrikt derzeit eine PAMINA-Freiwillige. Dieser besondere deutsch-französische Freiwilligendienst ermöglicht es, die grenzüberschreitende Kooperation im PAMINA Raum sowie die Jugendarbeit auf beiden Seiten der Grenze kennenzulernen. Im Sommer/Herbst 2016 bietet der Eurodistrikt wieder ein bis zwei solcher Stellen an ; die Ausschreibung hierfür wird ab Mai 2016 verfügbar sein. In einem Interview berichtet die aktuelle Freiwillige von ihren Eindrücken in den ersten Monaten.
Céline ist die erste PAMINA-Freiwillige. Sie ist 18 Jahre alt und kommt aus dem Nordelsass. Ihr neunmonatiger Freiwilligendienst hat drei Stationen : die animation jeunesse Wissembourg (Jugendhaus), den Eurodistrikt PAMINA und das Mehrgenerationenhaus in Wörth. Céline organisiert deutsch-französische Jugendbegegnungen und unterstützt die Arbeit des PAMINA-Jugendnetzwerkes und trägt so zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Jugendarbeit bei.

• ED : Céline, wie bist du auf die Idee gekommen, einen deutsch-französischen Freiwilligendienst zu absolvieren ?

Céline : Nach dem Abitur wollte ich nicht sofort mit dem Studium weitermachen, sondern ein paar Erfahrungen sammeln und den BAFA (Zertifikat für Animateure auf Jugendfreizeiten) machen. Ich denke, dass das gut für meine Zukunft ist. Der deutsch-französische Aspekt interessiert mich besonders. Wir sind hier so nah an der Grenze und deswegen hatte ich Lust, etwas Grenzüberschreitendes zu machen !

• Hat es dir keine Angst gemacht, in einem anderen Land zu arbeiten ?

Natürlich hat mir die Sprachbarriere zunächst Angst gemacht, aber wenn man einmal angefangen hat ist alles gut ! In Treffen mit den deutschen Partnern und während eines deutsch-französischen Ausflugs war es wichtig, dass ich Deutsch spreche, um zu übersetzen. Ich kann jetzt schon viel besser Deutsch als am Anfang des Freiwilligendienstes. Wenn ich in Wörth bin wird mir das sehr helfen, denn dann sprechen alle nur Deutsch.

• Kanntest du schon vorher viele Deutsche oder warst öfter in Deutschland ?

Kaum ! Ich habe in der Schule Deutsch gelernt, aber ich habe kein abibac gemacht und habe kaum Verwandte in Deutschland.

• Was bringt dir der Freiwilligendienst für später ?

Ich kann mein Deutsch verbessern, gewinne mehr Selbstvertrauen und sammle viele wertvolle Erfahrungen. Außerdem entdecke ich eine neue Kultur und erweitere meinen Horizont.

• Was sind deine Aufgaben während deiner drei Monate in Wissembourg ?

Am Anfang habe ich mich über die deutschen Jugendzentren informiert und über die Unterschiede zu Frankreich. Dann waren schon Ferien und ich habe bei allen Ferienaktivitäten des Jugendzentrums mitgeholfen, z.B. beim Light Painting, Bowling oder einem Ausflug zur Maginot Linie. Wir haben auch eine deutsch-französische Kanutour organisiert. In der Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern und während des Ausflugs habe ich oft übersetzt. Im Moment organisiere ich einen deutsch-französisches Weihnachtsnachmittag. Wir werden Kekse backen und Lieder singen und so können die deutschen und die französischen Kinder die jeweils anderen Traditionen kennenlernen. Die Organisation ist sehr zeitaufwändig, z.B. die Erstellung eines Flyers.

• Wie hat dir die erste Zeit gefallen ? Was sind deine Wünsche für die nächsten Monate deines Freiwilligendienstes ?

Im Moment ist alles super ! Die Jugendpfleger sind sehr nett und es macht mir Spaß, mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Für den Rest des Freiwilligendienstes wünsche ich mir, den Kontakt mit dem Jugendhaus in Wissembourg aufrechterhalten zu können und ein gemeinsames Projekt mit Wörth zu organisieren, sodass die Kinder aus Wissembourg auch Wörth entdecken können.

• Hast du schon Unterschiede zwischen der Jugendarbeit in Deutschland und in Frankreich festgestellt ?

Dafür ist es noch zu früh ! Aber ich habe schon einige Unterschiede zwischen den deutschen und französischen Kindern und Jugendlichen bemerkt : in Wissembourg sprechen die meisten Jugendlichen Deutsch, aber nur wenige deutsche Kinder sprechen Französisch. Es gibt auch ein paar Unterschiede zwischen den Gesetzen : die Ausbildung der deutschen Jugendarbeiter wird in Frankreich nicht angeboten, was die Organisation gemeinsamer Projekte erschwert.

• Was sind deine Pläne für nach dem Freiwilligendienst ?

Ich möchte ein staatliches Diplom als Jugendarbeiterin mit kleinen Kindern erwerben. Hierfür muss ich einen schriftlichen und einen mündlichen Auswahltest bestehen. Dank des Freiwilligendienstes konnte ich schon Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern sammeln.

• Hast du Tipps für andere Jugendliche, die mit dem Gedanken spielen, einen deutsch-französischen Freiwilligendienst zu machen ?

Ich kann wirklich allen nur dazu raten ! Man sollte sich schon relativ gut in der anderen Sprache auskennen und kontaktfreudig sein. Und man darf sich nicht entmutigen lassen, denn aller Anfang ist schwer, besonders in der anderen Sprache !

Quelle : www.eurodistrict-pamina.eu

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