Flag de_DE 1. deutsch-französischer Freiwilligendienst neigt sich dem Ende zu : Interview mit Céline

Nach neun Monaten und drei verschiedenen Stationen geht der erste vom Eurodistrikt PAMINA zusammen mit dem elsässischen Verband der Jugend- und Kulturhäuser FDMJC Alsace sowie dem Mehrgenerationenhaus IB Wörth angebotene deutsch-französische Freiwilligendienst zu Ende. In einem Interview teilt Céline ihre Eindrücke und Erfahrungen und empfiehlt den service civique lebhaft weiter.

Céline, die neun Monate deines Freiwilligendienstes neigen sich dem Ende zu. Du hast in einem deutschen und in einem französischen Jugendzentrum gearbeitet sowie beim Eurodistrikt PAMINA. Wie würdest du diese Erfahrung zusammenfassen ?

Es war eine sehr gute Erfahrung und es hat mir viel Spaß gemacht ! Ich konnte nicht nur mein Deutsch verbessern, sondern habe auch viel Neues gelernt und bin verantwortungsbewusster, reifer und selbständiger geworden.

Was waren deine Aufgaben ?

In Wissembourg habe ich die Jugendarbeit im Allgemeinen kennengelernt und ich hatte die Gelegenheit, einen ersten deutsch-französischen Nachmittag zu organisieren. Die Kinder haben zusammen Bredele gebacken (elsässische Weihnachtsplätzchen) und über Weihnachten in den beiden Ländern und die kulturellen Unterschiede geredet. Außerdem konnte ich den Alltag einer périscolaire (schulergänzende Betreuungsform, enstpr. deutschem Hort) kennenlernen und habe das Projekt des „Was ist das ?“ angefangen, einem Kurzfilm in dem Kinder auf Fragen zu aktuellen Themen antworten.

Während der drei Monate beim Eurodistrikt PAMINA habe ich hauptsächlich bei der Organisation und dem Anwerben der Teilnehmer für den PAMINA Aktionstag im Februar geholfen. So habe ich gelernt, was alles zur Organisation einer derartigen Veranstaltung dazugehört. Außerdem habe ich einen Kalender mit Freizeitaktivitäten für Jugendliche erstellt, wobei ich die verschiedenen Angebote kennengelernt habe. Während der Treffen des PAMINA-Jugendnetzwerks konnte ich die anderen Jugendarbeiter aus der Region besser kennenlernen. Außerdem habe ich einige Übersetzungen angefertigt, die Kollegen von INFOBEST und Vis-à-Vis unterstützt und allgemein die grenzüberschreitende Zusammenarbeit kennengelernt.

In Wörth hatte ich auch sehr verschiedene Aufgaben, die in verschiedenen Aktivitäten mit den Jugendlichen (Billard, Tischtennis,…), den Vorbereitungen vor der Ankunft der Kinder und Jugendlichen, dem Entdecken der anderen Bereiche des Mehrgenerationenhauses sowie Hausaufgabenhilfe bestanden. Außerdem habe ich einen zweiten deutsch-französischen Nachmittag organisiert, an dem wir zusammen gebastelt und getöpfert haben.

Welche Momente werden dir besonders im Gedächtnis bleiben ?

Zuallererst der nationale französische Konvent der Jugend- und Kulturhäuser im Oktober 2015 in Straßburg, wo mehr als 2.000 Jugendliche aus Frankreich und Europa u.a. über die Beteiligung von Jugendlichen diskutiert haben. Genauso wie die Verleihung der service-civique-Bescheinigungen fand dieser Konvent im Europaparlament in Straßburg statt, was wirklich großartig war ! Am ersten Tag des Freiwilligendienstes konnte ich außerdem eine Ministerin des Landes Rheinland-Pfalz kennenlernen. Die Begleitseminare und die Erste-Hilfe-Ausbildung waren auch super !

Aber das wichtigste für mich war, so viele nette Leute kennengelernt zu haben und die Arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit besser kennenzulernen, sodass ich meinen Berufswunsch bestätigen konnte.

Und gab es auch besonders schwierige Momente im Freiwilligendienst ?

Am Anfang hatte ich schon Angst davor, in einem anderen Land zu arbeiten, besonders wegen der Sprache und der anderen Kultur. Außerdem war es anfangs nicht leicht mit Jugendlichen zu arbeiten, die fast genauso alt sind wie ich, aber wir haben gelernt uns gegenseitig zu respektieren.

Nach dem ersten Monat deines Freiwilligendienstes hattest du gesagt, dass du anderen Jugendlichen empfehlen würdest, auch einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Bist du immer noch dieser Meinung ? Hast du andere Ratschläge für Jugendliche, die am Überlegen sind, sich so zu engagieren ?

Ja, ich bin immer noch der gleichen Meinung und ich kann diesen Freiwilligendienst nur empfehlen ! Zusätzlich zu guten Kenntnissen in beiden Sprachen sollte man schon recht selbständig sein und Eigeninitiative zeigen können, um so seine Aufgaben selbst interessant mitgestalten zu können.

Dieser deutsch-französische Freiwilligendienst ist ideal für Jugendliche, die sich für die Kinder- und Jugendarbeit und für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit interessieren. Mir hat auch gut gefallen, dass ich in gewisser Weise mitbestimmen konnte, wo die Schwerpunkte meiner Aufgaben lagen.

Quelle : www.eurodistrict-pamina.eu

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